Gedichte und Geschichten

Bevor der Sultan im Fahrstuhl stecken blieb, gab es schon viele andere Geschichten zum Schmunzeln und Nachdenken…


Wer glaubt, nur Sultane hätten es schwer, der hat noch nie einen einsamen Gummistiefel im Sonnenschein interviewt.

Wenn Regentropfen fallen,
mich warmer Körper fasst,
Luft weder ein noch aus mir dringt,
bei Wolkensturm mich keiner hasst.

Doch wenn Sonnenschein das Herz erfreut,
bin ich vergessen ... stiller Diener.
In dem Moment bleibt mir die Einsamkeit,
und ich warte auf den Regen wieder.


Veränderung ist manchmal ziemlich wackelig.

Angenommen. Also nur mal angenommen. 
Da stehst du nun vor dieser wackeligen Brücke.
Verdammt wackelig.
Und hoch, verdammt hoch.
Das sind doch bestimmt 200 Meter.

Unten rauscht Wasser.

Eiskaltes Wasser.
Also, warum über diese wackelige und hohe Brücke gehen?
Auf dieser Seite ist es doch okay.

Außerdem war ich ja schon mal drüben.
So toll war das nicht. Nur Probleme, wieder hierherzukommen

– das ist das, woran ich mich erinnere.

Außerdem, wer weiß, ob diese verdammt hohe, wackelige Brücke das überhaupt aushält.
Vielleicht muss ich ja mittendrin umkehren, weil alles anfängt zusammenzubrechen.
Nee, nee, lass mal. Hier ist es sowieso viel schöner.
Da kann der da drüben so viel winken, wie er will.

Da kann er von mir aus noch ’ne Welle machen oder Purzelbäume schlagen.
Ein richtiger Clown ist das.

Lachen kann man mit dem. Ja.
Aber sonst?

Diese verdammte Brücke.
Warum bauen die auch keine Brücken aus Beton mit Stahlträgern?
Muss das denn so eine Hängebrücke sein?

Aus Holz mit Lücken zwischendrin?

Langsam nervt der aber.
Ich hab ihm doch gesagt, dass ich nicht über diese Scheißbrücke gehe.
Jetzt kommt der auch noch rüber.
Na ja, begrüßen kann man ihn ja mal.
"Hi, und wie geht’s?"
"Wackelig, verdammt wackelig, aber spannend!“

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